Aber auch komplexe Strategiespiele erleben eine Renaissance. Titel wie „Die Siedler von Catan – Das digitale Zeitalter“ verbinden das alte Prinzip mit neuen Mechaniken. Oder „Frostpunk“ (die Brettspiel-Umsetzung des bekannten Computerspiels), bei dem die Spieler in einer Eiswüste ums Überleben kämpfen – und nur gemeinsam eine Chance haben.
Werbung
Warum diese Sehnsucht nach Brettspielen? Vielleicht weil sie eine echte Alternative zur digitalen Welt bieten. Man sitzt sich gegenüber, redet, diskutiert, lacht. Das Handy bleibt in der Tasche, denn wer am Zug ist, muss sich konzentrieren. Der Spieleabend ist ein soziales Ereignis, eine Auszeit vom Dauerbeschalltwerden.
Die Verlage haben den Trend erkannt und bringen Spiele in einer nie dagewesenen Qualität auf den Markt. Hochwertige Materialien, liebevolle Illustrationen und durchdachte Regeln sind heute Standard. Viele Spiele sind regelrechte Kunstwerke, die man gerne auspackt und auf den Tisch stellt.
Für Anfänger empfiehlt sich ein Einstieg mit „Die Crew“, einem kooperativen Kartenspiel, das mit weniger auskommt, aber genauso fesselt. Oder „Codenames“, ein Klassiker, der immer noch für Lacher sorgt. Für Fortgeschrittene bieten die Messe-Neuheiten aus Leipzig genug Stoff für unzählige Abende.
Eines ist sicher: Der Spieleabend ist tot – es lebe der Spieleabend!