Es ist ein Anblick, der im Kleingarten immer seltener wird: ein kleiner Brunnen, der leise plätschert, umgeben von Farnen und Blüten. Doch in letzter Zeit erlebt das Wasserspiel eine Renaissance. Und besonders gefragt sind Unikate aus Kupfer, handgefertigt von ambitionierten Handwerkern.
Einer von ihnen ist der junge Klempnermeister aus Stuttgart, der auf der Meisterausstellung „Blechmasters“ mit einem Seerosenbrunnen aus Kupfer für Aufsehen sorgte. Sein Meisterstück war eine Hommage an die Ruhe, die ein Wasserspiel in den Garten bringt. Aus einem flachen Becken wuchsen Seerosenblätter aus getriebenem Kupfer, in der Mitte eine offene Blüte, aus der sanft Wasser perlte.
„Kupfer ist ein wunderbares Material für den Garten“, sagt der Meister. „Es altert mit der Zeit, bekommt eine grüne Patina und fügt sich so natürlich in die Umgebung ein. Ein Kupferbrunnen wird im Laufe der Jahre immer schöner.“ Und er ist robust: Frost, Regen, Sonne – Kupfer hält alles aus, ohne zu rosten.
Immer mehr Kleingärtner entdecken den Reiz von Wasser im Garten. Ein Brunnen ist nicht nur schön anzusehen, er erfüllt auch einen Zweck: Das Plätschern übertönt Straßenlärm, schafft eine beruhigende Atmosphäre und lockt Vögel und Insekten an. An heißen Tagen kühlt er die Umgebung, und im Winter, wenn er abgestellt ist, wird er zum dekorativen Element.
Doch nicht jeder kann oder will einen aufwendigen Brunnen bauen. Für sie gibt es einfachere Lösungen: Fertigbrunnen aus dem Handel, Solarbrunnen, die ohne Strom auskommen, oder kleine Quellsteine, die nur wenig Wasser brauchen. Aber das Besondere, das Einzigartige, das ist oft das handgefertigte Unikat.
Im Kleingartenverein „Idylle“ am Stadtrand von Hannover hat ein Mitglied einen solchen Brunnen. Er steht in einer Ecke, umgeben von Farnen und Funkien, und plätschert leise vor sich hin. „Wenn ich hier sitze, vergesse ich die Stadt“, sagt der Besitzer. „Das Wasser beruhigt mich, ich kann einfach zuschauen und abschalten. Es ist mein persönlicher Ort der Ruhe.“