Leipzig, Messegelände, Halle 3. Es riecht nach frischer Erde, nach Holz und nach Bratwurst vom Imbiss. Die „Haus Garten Freizeit“ hat ihre Tore geöffnet, und Tausende Besucher strömen herein, um zu sehen, was die Gartensaison 2026 zu bieten hat. Der Trend ist eindeutig: Die alte Koniferenhecke hat ausgedient. Neu im Rampenlicht stehen essbare Pflanzen, und die absolute Sensation heißt Kiwibeere.
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Die Kiwibeere, auch als Mini-Kiwi oder Cocktail-Kiwi bekannt, ist klein, glattschalig und so süß, dass man sie mitsamt der Schale naschen kann. Auf der Messe drängen sich die Besucher um das Schaugarten-Beet, in dem die rankende Pflanze präsentiert wird. „Die Leute sind verrückt danach“, sagt der Standbetreiber einer Baumschule aus Thüringen. „Wir haben schon am ersten Tag unseren gesamten Jahresvorrat verkauft. Jeder will diese Pflanze im Garten haben.“
Kein Wunder: Die Kiwibeere ist pflegeleicht, winterhart und liefert ab dem zweiten oder dritten Jahr reiche Ernte. Die Früchte sind etwa so groß wie Weintrauben und schmecken intensiv nach Kiwi, aber ohne die pelzige Schale. Perfekt für den Snack zwischendurch, für Obstsalate oder zum Einkochen.
Doch die Kiwibeere ist nur einer von vielen Trends, die auf der Messe präsentiert werden. Ein anderer Renner ist die sogenannte „Naschhecke“. Statt langweiligen, immergrünen Koniferen pflanzen immer mehr Gartenbesitzer eine Mischung aus essbaren Sträuchern: Felsenbirne, Maibeere, Josta-Beere und natürlich Himbeeren und Brombeeren. Die Hecke wird so zum schmackhaften Sichtschutz, der Bienen und Vögel anzieht und obendrein leckere Früchte liefert.
„Ich habe meine Thuja-Hecke rausgerissen“, erzählt eine Besucherin aus Dresden. „Die war mir zu langweilig und hat nichts für die Tierwelt gebracht. Jetzt habe ich eine bunte Mischung aus Beerensträuchern. Im Frühling blüht es weiß, im Sommer gibt es Früchte, und im Herbst färben sich die Blätter wunderschön. Das ist Lebendigkeit pur.“