Die Startseite Fundstücke Sperrmüll-Schätze: Wie Vintage-Möbel wiederbelebt werden

Sperrmüll-Schätze: Wie Vintage-Möbel wiederbelebt werden

von Rodd Witter

Werbung

In vielen Städten gibt es inzwischen Workshops und Kurse, in denen man lernen kann, wie man alte Möbel restauriert. Einige Kommunen fördern sogar solche Initiativen, weil sie gut für die Umwelt sind. Denn jedes Möbelstück, das wiederbelebt wird, muss nicht neu produziert werden – und spart Ressourcen.

Werbung

Besonders beliebt sind Möbel aus den 50er- bis 70er-Jahren. Sie haben oft eine gute Verarbeitung, massives Holz und ein zeitloses Design. Der „Bauhaus-Stil“ ist ebenso gefragt wie die etwas verspielteren Formen der 70er. Wer ein solches Stück ergattert und geschickt restauriert, kann es später sogar teuer verkaufen – aber die meisten wollen ihre Funde gar nicht hergeben.

„Ich habe eine emotionale Bindung zu meinen Möbeln“, sagt Lena. „Wenn ich einen alten Schrank finde, frage ich mich manchmal, wer vor mir darin seine Kleider aufgehängt hat. Das gibt dem Stück eine Geschichte. Das kann man nicht kaufen.“

Natürlich gibt es auch Kritiker, die meinen, dass Sperrmüll-Jäger den eigentlich Bedürftigen etwas wegnehmen. Aber die Realität sieht anders aus: Die meisten Funde landen sowieso in der Müllverbrennung. Wer sie rettet, tut der Umwelt etwas Gutes – und oft auch sich selbst.

Der Trend zum Sperrmüll-Schatz passt in eine Zeit, in der Nachhaltigkeit und Individualität großgeschrieben werden. Weg von der Wegwerfgesellschaft, hin zu mehr Wertschätzung für das, was schon da ist. Und wenn dann noch die Freude am Selbermachen dazukommt, ist das perfekt.

Also: Augen auf beim Sperrmüll. Vielleicht steht das nächste Lieblingsmöbelstück schon an der Straße – und wartet nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Sie können auch mögen