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Sperrmüll-Schätze: Wie Vintage-Möbel wiederbelebt werden

von Rodd Witter

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Es ist wieder so weit: In vielen deutschen Städten stehen sie an den Straßenrändern, die Sperrmüllhaufen. Alte Schränke, durchgesessene Sessel, wackelige Tische – für die meisten ist das einfach Müll. Für eine wachsende Zahl von Menschen jedoch sind es Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Die Sperrmüll-Jäger sind unterwegs, und sie haben oft ein gutes Auge für das, was andere übersehen.

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In Berlin ist Sperrmüll-Sammeln längst Volkssport. An den Abenden vor der Abholung fahren die ersten Autos langsam durch die Straßen, die Augen auf den Bürgersteig gerichtet. Wer ein gutes Stück entdeckt, hält an, lädt ein und verschwindet wieder. Oft sind es junge Leute, die in WGs wohnen und kein Geld für teure Möbel haben. Aber auch Designer und Vintage-Liebhaber sind dabei.

„Ich habe schon die tollsten Sachen gefunden“, erzählt Lena, die in Kreuzberg wohnt. „Einen original 60er-Jahre-Sessel, eine Kommode aus den 50ern, sogar einen Spiegel mit Goldrahmen. Meine ganze Wohnung ist Sperrmüll – und sie sieht besser aus als manche Designermöbel-Ausstattung.“

Doch finden allein reicht nicht. Oft sind die Möbel kaputt, haben Kratzer oder sind schmutzig. Hier kommt das Upcycling ins Spiel. Die gefundenen Schätze werden gereinigt, repariert, neu gestrichen oder mit neuen Griffen versehen. Aus alt wird neu – und oft viel schöner als vorher.

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