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Goldene Hände: Warum der Meisterbrief heute mehr Freiheit bedeutet als jedes Studium

von Rodd Witter

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„Ich bereue keine Sekunde, dass ich mich für den Meister entschieden habe“, sagt ein junger Tischlermeister aus dem Ruhrgebiet. „Meine Freunde haben studiert, sitzen jetzt in Büros und beklagen sich über ihre Chefs. Ich habe meine eigene Werkstatt, kann kreativ sein und sehe am Ende des Tages, was ich geschafft habe. Das ist ein gutes Gefühl.“

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Natürlich ist der Weg zum Meister nicht einfach. Die Prüfung ist anspruchsvoll, die Vorbereitung kostet Zeit und Geld. Aber wer sie besteht, hat etwas in der Hand, das ihm niemand mehr nehmen kann. Einen Titel, der in der ganzen Republik anerkannt ist. Eine Qualifikation, die nachgefragt wird. Und vor allem: die Freiheit, das eigene Leben selbst zu gestalten.

Vielleicht ist das der Grund, warum der Meisterbrief heute wieder so begehrt ist. In einer Welt, die immer unsicherer wird, in der Arbeitsplätze wegfallen und ganze Branchen sich verändern, bietet das Handwerk Stabilität. Handwerk wird immer gebraucht. Häuser müssen gebaut, Leitungen verlegt, Brote gebacken werden. Das verschwindet nicht. Und wer es kann, hat ausgesorgt.

Die „goldenen Hände“ sind also mehr als nur eine Floskel. Sie sind das Symbol einer Berufsgruppe, die das Land am Laufen hält. Und sie sind der Beweis dafür, dass der Meisterbrief heute tatsächlich mehr Freiheit bedeutet als so manches Studium.

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