Es gibt Geschichten, die klingen wie aus einem Bilderbuch. Die Geschichte von Celine Hümmeler aus Oedingen ist so eine. Vor ein paar Jahren war sie noch eine ganz normale junge Frau, die davon träumte, eines Tages ihr eigenes Ding zu machen. Heute ist sie Bäckermeisterin und Inhaberin der Bäckerei „Chümmi“ – und das alles begann in einer Garage.
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Celine wuchs in einer kleinen Gemeinde im Sauerland auf. Schon als Kind liebte sie es, mit ihrer Oma zu backen. Die Oma zeigte ihr, wie man Hefeteig macht, wie man Brot formt und wie man erkennt, wann der Ofen die richtige Temperatur hat. „Diese Stunden in der Küche meiner Oma waren die schönsten meiner Kindheit“, erinnert sich Celine. „Da wusste ich noch nicht, dass das mal mein Beruf werden würde.“
Nach der Schule machte Celine zunächst eine ganz normale Bäckerlehre. Sie lernte in einer traditionellen Bäckerei, stand früh um drei Uhr auf und knetete Teig, bis die Arme schmerzten. Aber sie liebte es. Nach der Lehre arbeitete sie einige Jahre als Gesellin, doch der Traum vom eigenen Betrieb ließ sie nicht los.
Also machte sie den Meister. Abends nach der Arbeit, an den Wochenenden, in jeder freien Minute büffelte sie Theorie, übte praktische Prüfungen und entwarf ihre Meisterstücke. Es war eine anstrengende Zeit, aber Celine biss sich durch. „Ich wusste genau, was ich will“, sagt sie. „Ich will meine eigene Bäckerei, mit meinen eigenen Rezepten, meiner eigenen Philosophie.“
Doch eine eigene Bäckerei zu eröffnen, ist teuer. Ladenmiete, Backstube, Maschinen – das kostet schnell mehrere Hunderttausend Euro. Für eine junge Frau ohne großes Erbe kaum zu stemmen. Also wurde Celine kreativ. Sie sah sich um und entdeckte in ihrem Heimatdorf eine alte, ungenutzte Garage, die ihrer Familie gehörte. Die Garage war klein, heruntergekommen und völlig ungeeignet für eine Bäckerei. Aber sie war bezahlt.