Die Startseite Handwerk Schnitzertage im Erzgebirge: 42 Vereine und eine 33-jährige Tradition

Schnitzertage im Erzgebirge: 42 Vereine und eine 33-jährige Tradition

von Rodd Witter

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„Es ist wichtig, dass wir die Tradition weitergeben“, erklärte der Organisator. „Wenn die Jungen nicht schnitzen lernen, stirbt das Handwerk aus. Aber hier sehen wir: Das Interesse ist da. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei.“

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Die Schnitzertage sind aber nicht nur ein Ort des Arbeitens, sondern auch des Staunens. In einer großen Ausstellung wurden die besten Werke des Jahres präsentiert. Darunter war eine filigrane Weihnachtskrippe mit hunderten Figuren, an der ein Schnitzer drei Jahre lang gearbeitet hatte. Jede Figur war liebevoll gestaltet, jedes Gesicht hatte einen eigenen Ausdruck. Daneben stand ein riesiger Nussknacker in Form eines Königs, fast zwei Meter hoch und reich verziert.

Für Besucher von außerhalb sind die Schnitzertage eine Gelegenheit, das Erzgebirge von seiner schönsten Seite kennenzulernen. Die Stadt Annaberg-Buchholz bietet ein Rahmenprogramm mit Führungen, Musik und kulinarischen Spezialitäten. In den Gaststätten gibt es traditionelle Gerichte wie Sauerbraten oder Klöße, und überall duftet es nach Glühwein und gebrannten Mandeln.

Die 33. Schnitzertage waren ein voller Erfolg. Tausende Besucher kamen, bestaunten die Werke und ließen sich von der Atmosphäre verzaubern. Für die Schnitzer selbst waren es drei Tage voller Gemeinschaft, Austausch und Freude an ihrem Handwerk. Und als am Sonntagabend die letzten Stände abgebaut wurden, war klar: Im nächsten Jahr sind sie wieder da. Denn die Schnitzertage sind mehr als eine Veranstaltung. Sie sind ein Stück gelebte Tradition.

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