Die Startseite Kleingarten Klimafester Kleingarten: Wie man Beete gegen Hitze und Dürre wappnet

Klimafester Kleingarten: Wie man Beete gegen Hitze und Dürre wappnet

von Rodd Witter

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Besonders clever ist die Idee des „Schwammgartens“. Hier wird Regenwasser nicht abgeleitet, sondern gezielt im Boden gehalten. Mulden und Senken nehmen das Wasser auf und lassen es langsam versickern. Gleichzeitig werden Wege und Terrassen wasserdurchlässig gestaltet – mit Kies oder Rasengittersteinen statt Beton und Asphalt.

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Im Kleingartenverein „Sonnenschein“ bei Frankfurt haben sie bereits umgerüstet. Die Vorsitzende berichtet: „Wir haben gemeinsam eine Zisterne gebaut, die das Regenwasser von drei Dachflächen sammelt. Jetzt können wir auch im August noch gießen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Und viele Mitglieder setzen auf trockenheitsverträgliche Stauden. Der Garten sieht immer noch toll aus, einfach anders.“

Natürlich geht es nicht ohne Kompromisse. Wer auf Rosen nicht verzichten will, muss sie weiterhin gießen. Aber vielleicht pflanzt man sie dann an einen halbschattigen Platz oder setzt sie in Kübel, die man bei Hitze verschieben kann. Auch Gemüsegärtner müssen umdenken: Tomaten brauchen viel Wasser, aber alte Sorten wie ‚Rote Murmel‘ oder ‚Grüne Zebra‘ sind robuster als manche Hochleistungszüchtung.

Der Trend geht klar zur Diversität. Ein Garten mit vielen verschiedenen Pflanzen ist widerstandsfähiger als eine Monokultur. Fällt mal eine Art aus, übernehmen andere. Und je mehr Insekten und Vögel sich im Garten tummeln, desto natürlicher ist das Gleichgewicht.

Am Ende ist der klimafeste Kleingarten kein Verlust, sondern ein Gewinn. Er ist pflegeleichter, ökologisch wertvoller und oft sogar schöner als der alte, durstige Rasen-garten. Und er gibt ein gutes Gefühl: Man tut etwas gegen den Klimawandel – im Kleinen, aber wirkungsvoll.

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