Auch das Hochbeet feiert auf der Messe neue Erfolge. Allerdings nicht mehr das klassische Holzhocbeet, sondern ausgefallene Varianten: Hochbeete aus Metall, aus Stein oder sogar aus recycelten Materialien. Besonders beliebt sind Hochbeete auf Rollen, die man je nach Sonnenstand verschieben kann. Oder Vertikalbeete für den Balkon, die an der Wand hängen und auf kleinstem Raum Kräuter und Salate ermöglichen.
Werbung
Ein weiteres Highlight der Messe war der Bereich „Klimafester Garten“. Hier zeigten Experten, wie man Gärten an die zunehmenden Wetterextreme anpassen kann. Trockenheit, Starkregen, Hitze – die Pflanzen müssen einiges aushalten. Gezeigt wurden Stauden, die mit wenig Wasser auskommen, Versickerungssysteme für Regenwasser und Beschattungsideen für heiße Terrassen.
Besonders stolz sind die Veranstalter auf den neu gestalteten „Bauerngarten der Zukunft“. Hier wird traditionelles Wissen mit modernen Methoden kombiniert. Alte Gemüsesorten wie Pastinake, Haferwurzel oder Erdbeerspinat wachsen neben exotischen Neulingen wie der Andenbeere oder der Mexikanischen Minigurke. „Wir wollen zeigen, dass ein Garten nicht nur schön, sondern auch nützlich sein kann“, erklärt die Gestalterin. „Und dass altes Gemüse oft widerstandsfähiger ist als neu gezüchtete Sorten.“
Für Familien gab es einen eigenen Bereich mit Kinder-Workshops. Hier konnten die Kleinen lernen, wie man Samenbomben herstellt, Insektenhotels baut oder Kresse auf der Fensterbank zieht. „Die Kinder sind mit Feuereifer dabei“, sagt eine Betreuerin. „Sie wollen anfassen, riechen, ausprobieren. Das ist der beste Weg, um ihnen die Natur näherzubringen.“
Am Ende der Messe zogen die Veranstalter eine positive Bilanz. „Die Menschen wollen ihren Garten wieder mehr erleben“, sagt der Messeleiter. „Sie wollen nicht nur Rasen und Hecke, sie wollen essen, beobachten, gestalten. Der Garten wird zum Wohnzimmer im Freien.“ Und wenn dieses Wohnzimmer dann noch Kiwibeeren liefert – umso besser.