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Eisbaden und Breathwork: Warum der See im Winter zum Hotspot wird

von Rodd Witter

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Die Wissenschaft bestätigt die positiven Effekte. Kaltes Wasser regt die Durchblutung an, stärkt das Immunsystem und setzt Endorphine frei. Viele Eisbader schwören, dass sie seit dem regelmäßigen Bad seltener krank werden. Auch psychisch hilft die Kälte: Sie zwingt zur Konzentration auf den Moment, vertreibt Grübeleien und sorgt für Klarheit.

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Die Bewegung hat längst eine eigene Infrastruktur entwickelt. Es gibt Eisbaden-Coaches, spezielle Bademäntel mit Kapuze, wasserdichte Handschuhe und sogar Eisbaden-Retreats in den Alpen. In sozialen Medien teilen Tausende ihre Erfahrungen unter Hashtags wie #Eisbaden oder #Winterwildbaden.

Doch das Ganze hat auch eine soziale Komponente. Die Gruppen, die sich morgens am See treffen, sind oft zu festen Gemeinschaften geworden. Man kennt sich, redet miteinander, geht hinterher gemeinsam frühstücken. In einer Zeit, in der viele Menschen vereinsamen, schafft das Eisbaden neue Verbindungen.

Natürlich gibt es auch Risiken. Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte vorher zum Arzt gehen. Und wer zu lange im Wasser bleibt, riskiert Unterkühlung. Deshalb gilt: langsam rantasten, nie alleine baden, und auf den Körper hören.

Doch für die meisten ist das Eisbaden eine Bereicherung. Es bringt sie raus aus der warmen Stube, raus in die Natur, raus aus der Komfortzone. Und es zeigt, dass der Winter nicht nur grau und kalt sein muss, sondern auch voller Leben stecken kann – selbst im eisigen Wasser.

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