Besonders spannend ist die Auswertung der letzten Jahre. Sie zeigt, dass manche Arten, die früher nur im Süden vorkamen, sich nach Norden ausbreiten – möglicherweise eine Folge des Klimawandels. Auch der Einfluss von Fütterungen wird sichtbar: In Gärten, in denen ganzjährig gefüttert wird, sind die Vögel zahlreicher und vielfältiger.
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Die Stunde der Wintervögel ist aber auch ein Gemeinschaftserlebnis. Viele Familien machen mit, die Kinder sind mit Feuereifer dabei. In manchen Städten gibt es öffentliche Zählungen in Parks, bei denen sich Interessierte treffen und gemeinsam Vögel beobachten.
„Für uns ist das immer ein Highlight“, sagt ein Vater aus München. „Meine Kinder lieben es, mit dem Fernglas im Garten zu sitzen und zu gucken, was los ist. Sie lernen dabei so viel über die Natur – und haben gleichzeitig Spaß.“
Die nächste Stunde der Wintervögel findet im Januar 2027 statt. Aber auch im Sommer gibt es eine ähnliche Aktion, die „Stunde der Gartenvögel“. Wer also Lust hat, Vögel zu beobachten und gleichzeitig der Wissenschaft zu helfen, kann sich schon jetzt vormerken.
Bis dahin lohnt es sich, einfach mal rauszugehen und hinzusehen. Vielleicht entdeckt man ja einen Vogel, den man noch nie gesehen hat. Und wenn nicht: Die Meisen am Futterhäuschen sind auch schön.